„Gesichter und Namen unbekannt“ haben uns gerettet – Die Verbindung zwischen Eltern von Schulverweigerern und sozialen Netzwerken

„Gesichter und Namen unbekannt“ haben uns gerettet – Die Verbindung zwischen Eltern von Schulverweigerern und sozialen Netzwerken

Die Schulverweigerung von Kindern ist für Eltern ein langwieriger Kampf, der mit Einsamkeit, Angst und Selbstvorwürfen einhergeht. In den letzten Jahren hat sich die Unterstützung außerhalb der Schule erweitert, und insbesondere die "anonymen, lockeren Verbindungen" in sozialen Netzwerken dienen als Sicherheitsnetz für die Seele. Probleme und familiäre Angelegenheiten, die man unter echtem Namen nur schwer ansprechen kann, sowie nächtliche Ängste und Wut, diese "tiefen Abgründe" können gerade deshalb mit jemandem geteilt werden, den man weder von Gesicht noch Namen her kennt. Diese paradoxe Sicherheit stützt die Eltern und ermöglicht ihnen, am nächsten Tag einen Schritt nach vorne zu machen. Laut Daten erreichte die Zahl der Schulverweigerer im Jahr 2023 einen historischen Höchststand (346.482 in Grund- und Mittelschulen, etwa 69.000 in Oberschulen), und der Umgang mit dem Stress der Eltern ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit. In diesem Text werden die konkreten Vorteile von SNS-Communities (Empathie, praktisches Wissen, Brücken zu Fachleuten), die Risiken (Shitstorms, Betrug, Informationslecks, Abhängigkeit) und deren Vermeidung, zehn Regeln für eine sichere Teilnahme sowie ein realistischer Aktionsplan zur "Verbindung" von Verwaltung, Schule, Medizin und Online-Angeboten (7-Tage-Roadmap) dargestellt. Abschließend werden vertrauenswürdige Beratungsstellen (z.B. 24-Stunden-Kinder-SOS-Hotline) und Referenzmaterialien aufgeführt. Ein praxisnaher Leitfaden, der auf Zahlen und Evidenz basiert und "das Herz erleichtert".