Das nächtliche "Nur noch eine Folge" schadet dem Gehirn – Fachärzte warnen vor den Risiken und Gegenmaßnahmen des nächtlichen Fernsehkonsums.

Das nächtliche "Nur noch eine Folge" schadet dem Gehirn – Fachärzte warnen vor den Risiken und Gegenmaßnahmen des nächtlichen Fernsehkonsums.

Mit der Verbreitung von Streaming-Diensten ist das sogenannte "Binge-Watching", bei dem man bis spät in die Nacht vor dem Bildschirm klebt und sich sagt "nur noch eine Folge", zur Gewohnheit geworden. Dr. Daniel Amen, ein Experte für Gehirnbildgebung, der von Fox News interviewt wurde, warnt: "Schlaf ist die Zeit, in der das Gehirn 'gereinigt' wird. Schon eine Reduzierung des Schlafs um 30 Minuten bis eine Stunde kann die Urteils- und Gedächtnisfähigkeit am nächsten Tag erheblich beeinträchtigen und langfristig das Risiko für Demenz erhöhen." Während des Schlafs wird das "glymphatische System" aktiviert, das Abfallstoffe im Gehirn entfernt, und die Ausschüttung von Melatonin sowie tiefer Non-REM-Schlaf sind unerlässlich. Doch starkes blaues Licht in der Nacht und die "FOMO" (Fear of Missing Out) durch soziale Medien stören diesen Prozess. Auch in Japan sind Echtzeit-Inhalte wie 'Love Island' beliebt, und insbesondere bei jüngeren Menschen ist die Tendenz zum nächtlichen Aufbleiben deutlich. Der Artikel bietet eine umfassende Erklärung, beginnend mit den Empfehlungen von Dr. Amen, über die neuesten Forschungen zur Selbstreinigungsmechanik des Gehirns, die Wissenschaft des blauen Lichts und des zirkadianen Rhythmus, Untersuchungen zur Situation in Japan sowie konkrete Selbstpflege- und Umgebungsverbesserungsmaßnahmen (Blau-Licht-Filter, Schlafhygiene, Zurücksetzen der Sehgewohnheiten). Er macht die "süße Falle" des nächtlichen Fernsehens sichtbar und schlägt vor, dass "30 Minuten früher schlafen gehen" ab heute die größte Investition in das Gehirn und die Zukunft ist.